Soweeeeetoooo!

16Juni2015

Seit ich nach meinem Urlaub mit meiner Familie nun in Soweto (Township von Johannesburg) arbeite, hat sich einiges verändert, was Arbeit und Freizeit angeht. Mein neuer Arbeitsplatz gefällt mir immer noch richtig gut, ich arbeite mit einer Kollegin in der Vorschulklasse und obwohl meine Arbeitszeit mit 8-9 Stunden am Tag wesentlich länger ist als in meinem ersten Projekt ist es viel entspannter. Zwischen 8 und 9 Uhr kommen alle Kinder an und ich und meine 4 Kolleginnen nutzen die Zeit fürs Frühstück. Zwischen 9 und 10 Uhr gibt es dann Frühstück (gesüßter Brei, Kelloggs, Brot, .. ) für die an die 45 Kinder, wobei die kleineren noch von uns gefüttert werden müssen. Nach dem Frühstück werden die Kinder auf die 3 Gruppenräume aufgeteilt und ich helfe in der Vorschulklasse beim 'Unterricht', welcher aus malen, basteln, singen, tanzen, rechnen und schreiben besteht. Die meisten der 16 Kinder sprechen oder verstehen zumindest einfaches Englisch und für die anderen gebe ich mein bestes es in Tswana zu erklären. Tswana ist eine der 11 offiziellen Sprachen und zu meinem Glück sehr, sehr ähnlich zu Sepedi, was ich in Limpopo gelernt habe, weshalb die Kommunikation super funktioniert! Um 12 wird gemeinsam zu Mittag gegessen (Maisbrei mit Chicken, Gemüse, Fisch, Gulasch, Suppe, Pommes, etc..) und danach ist Mittagsruhe bis 14.30 Uhr. Ich bin jedes Mal aufs neue überrascht wie gut, die ganzen Abläufe klappen selbst wenn meine Kollegin mal nicht da oder im Raum ist, da ich ja noch relativ neu bin aber die Kinder haben sich schon vollständig an mich gewöhnt. Die Mittagspause verbringe ich meistens mit meinen Kolleginnen, aber da ich im selben Haus in dem ich arbeite auch wohne, kann ich mich auch mal hinlegen oder Fernsehen gucken. Nach dem Mittagsschlaf machen sich alle Kinder zum abholen fertig, das heißt Gesicht eincremen und Haare kämmen bzw. bürsten und warten dann vorm Tv auf ihre Eltern. Die meisten Kinder sind bis 5 Uhr abgeholt, einige bleiben noch im After Care bis 6/7/8 Uhr, dass heißt meine Arbeit endet nicht wirklich wenn meine Kolleginnen gehen. Wenn mir die Kinder zu viel sind, putze ich nach dem Mittagsschlaf freiwillig die Toiletten und die Gruppenräume und spüle ab, was meine Kolleginnen ziemlich freut. Von Montags bis Donnerstag holt mich fast jeden Abend Tshepo (der Aerobic-Instructor der örtlichen Gym) ab und ich und eine andere deutsche Freiwillige aus meinem Teil Sowetos gehen trainieren, was mir richtig gut tut, weil wenn man praktisch auf der Arbeit wohnt möchte man nach Feierabend oft einfach mal frische Luft haben und vor die Tür. Ab und zu treffe ich mich auch mit anderen Freunden bei einer Mall hier und mittlerweile habe ich die örtlichen Minibustaxi-Handzeichen perfekt drauf! Um ein Taxi zur Mall zu erwischen hält man am Straßenrand die Faust hoch; für Johannesburg Innenstadt zeigt man mit dem Zeigefinger in die Luft; zum Krankenhaus (Haupttaxistand) zeigt man auf sich selbst; etc.

Meine Wochenenden verbringe ich meistens nicht in Soweto, da ich keinen Urlaub mehr habe und somit die einzigen freien Tage, die mir noch zustehen vernünftig nutzen möchte. Ich habe in Johannesburg einige Freunde, bei denen ich oft übernachte und sonst auch mal bei den Freiwilligen, die nicht in Gastfamilien sondern in ihren Projekten leben. Mittlerweile kennen wir uns alle überall gut aus und ich fühle mich in Johannesburg so sehr Zuhause, dass es schwer ist sich Leben und Alltag in Deutschland wieder vorzustellen, so unterschiedlich ist es. Ich werde Fotos von meiner letzten Zeit in Soweto/Johannesburg anhängen!!

Liebe Grüße nach Deutschland und mittlerweile kann man schon sagen: 'Bis bald!' :-)

PS: Die schlechte Nachricht noch hinterher.. Mir wurde vor kurzer Zeit mein Handy geklaut, weshalb ich so gut wie keine Bilder vom letzten Urlaub mit meiner Familie mehr habe..

Rethabile und ich Soweto 2 Mit-Freiwillige und Freunde Soweto 1 Geburtstag in der Vorschule Johannesburg 1 In Durban mit meiner Familie Im Safari Park mit meiner Familie 2 Im Safari Park mit meiner Familie Johannesburg 2 In meiner Lieblingsbar :-) Zelten mit Freunden

NEWS NEWS NEWS!

15April2015

Puuuuh, wo fange ich am besten an.. Also: nach den beschriebenen Dezemberferien kehrte ich zurück und ruhige Limpopo und musste mich erstmal wieder ans 'Landleben' gewöhnen. Nach mehreren Wochen Selbstversorgung fiel es mir etwas schwer wieder auf Pap und Kohl/Kürbis/Chicken umzusteigen, vor allem weil ich wirklich ziemlich zugenommen habe.. Deshalb habe ich auch den Beschluss gefasst mich in der Gym in Zone A anzumelden, welche zwar wahnsinnig überteuert ist aber dafür auch ziemlich gut! In der Schule lief es wie auch vor den Ferien ziemlich geschmeidig, heißt das Arbeitspensum hielt sich in Grenzen, was mir vielleicht auch nur noch viel mehr so vor kam weil ich die Kinder endlich unter Kontrolle hatte :-)

Einige Wochenenden habe ich im relativ nahe gelegenen (300km/ 4-5 h) Johannesburg verbracht wo ich neben einigen anderen Freiwilligen auch südafrikanische Freunde habe. Ich kann nicht im geringsten beschreiben wie sehr ich diese Stadt liebe und wie wohl ich mich dort fühle, das muss man selbst erleben!

Mein Leben war also ziemlich entspannt, wenn man außen vor gelassen hat was sonst so in Lebowakgomo abging. Ich weiß nicht, ob es mit zuvor nur nie aufgefallen ist oder ob es nach den Ferien mehr geworden ist aber die Umstände im Township sind zunehmend unangenehmer geworden: ein 'Taxi War' ist ausgebrochen, was bedeutete dass keine Taxis mehr gefahren sind und es somit nicht möglich war zur Mall oder in die Stadt zu gelangen (abgesehen davon, dass es auch nicht sicher gewesen wäre sich an Taxiständen aufzuhalten); die Geschichten von Schießereien und Messerstechereien haben dich geradezu gehäuft; Freunde, Nachbarn und Bekannte von mir wurden in irgendwelche Mob Justice Fälle verwickelt; etc.. Da ja meine Eltern auch praktisch schon im Anflug waren und ich die Situation nicht mehr ganz einschätzen konnte habe ich deshalb mit meiner Organisation die Abmachung getroffen, dass ich nach dem 2-wöchigen Urlaub nicht zurück nach Lebowakgomo kehre, sondern in ein neues Projekt und an einen neuen Ort ziehe. Vom Urlaub mit meinen Eltern werde ich noch separat mit Fotos berichten :)

Vorgestern (Montag) morgen wurde ich dann von einer Frau aus dem südafrikanischen Afs-Büro in Johannesburg abgeholt und zu meinem neuen Projekt in Soweto (Township von Johannesburg/über 1 Millionen Einwohner und somit praktisch eine eigene Metropole) gebracht: eine Vorschule für ca. 50 Kinder im Stadtteil Meadowlands, wo außer mir auch noch zwei andere deutsche Freiwillige leben. Eigentlich sollte ich mit einer der beiden zusammen bei einer Gastfamilie wohnen, jedoch war das eher eine Notlösung, weshalb ich noch am Montag mit der Chefin meines neuen Projektes überlegt habe ob ich nicht bei ihr wohnen möchte. Das kam mir aus mehreren Gründen sehr gelegen: zum einen habe ich mich auf anhieb gut mit ihr verstanden und dazu kommt dass die Vorschule praktisch bei ihr zuhause ist (das Haus ist RIESIG), was bedeutet dass ich keinen Weg zur Arbeit und zurück habe. Das Projekt gefällt mir richtig gut, auch wenn ich nach den zwei Tagen dort meine genauen Aufgaben noch nicht ganz kenne. Die Erzieher sind alle super freundlich und herzlich, es wird viel gelacht und respektvoll mit den Kindern (7 Monate bis 6 Jahre) umgegangen. Was mich sehr überrascht hat ist wie lieb und erzogen die Kinder dort sind - ganz anders als ich es in Limpopo erlebt habe! Die beiden ersten Tage habe ich mal hier mal da geholfen, mit den älteren Kindern gemalt, beim Essen geholfen, etc. Nach dem was ich bis jetzt von meinem neuen Projekt mitbekommen habe, kann man es sehr gut mit einem deutschen Kindergarten vergleichen. Ich denke, ich werde das alles erst in ein paar Wochen richtig einschätzen können aber im Moment bin ich mehr als zufrieden! :-) I

 

mmer noch sehr sehr warme Grüße (heute 26 Grad; trotzdem behaupten alle 'winter is here') nach Deutschland! 

Urlaubsfotos!

04Feb2015

Unsere 'Villa' in Riverclub/Johannesburg Soweto/Johannesburg beim südafrikanischen Friseur Sandton City/Johannesburg der Shop um die Ecke in Lebowakgomo meine Straße in Lebowakgomo meine neue Schulklasse :) das Casino in Carnival City/Johannesburg ein Backpacker-Hostel in Durban Ballito Beach/Durban New Years Eve in Durban tradionelles Essen in Durban: Bunny Chow North Beach/Durban Affen aus dem Monkey Sanctuary in Hatfield/Pretoria Johannesburg City Meine Freunde in Lebowakgomo & Besuch Alex (Freiwilliger aus Soweto)

Urlaub Nummer 2! Jozi - Pretoria - Durban - Jozi

22Jan2015

Anfang Dezember war nicht nur ein Drittel meines Jahres hier rum; es haben auch die Sommerferien angefangen, auf die ich lange hingefiebert habe. So richtig geplant war im vorraus nichts, weshalb die ganzen 5 Wochen alles eher spontan ablief. Am ersten Ferienwochenende kam mich ein anderer deutscher Freiwilliger in Lebowakgomo besuchen und hat eine der legendären „Kasi Expressions“ (von meinen musikalisch talentierten Freunden organisierte Township-Party) mitbekommen und meine Freunde kennengelernt.

Der erste richtige Stop des Urlaubs war dann Johannesburg. Ich liebe diese Stadt so sehr, es ist zwar eine der gefährlichsten Städte der Welt und man würde „Jozi“ auch nicht unbedingt als schön bezeichnen, aber es ist wahnsinnig beeindruckend! Wir haben uns dort mit zwei weiteren deutschen Freunden getroffen, welche uns nach ein paar Nächten in Backpacker-Hostels dann eine neue Schlafmöglichkeit organisiert haben: die Villa einer befreundeten südafrikanischen Familie. Totales Kontrastprogramm für Alex und mich; auf einmal hatten wir Pool, Fernseher, gutes Essen und bequeme Sofas, alles Dinge die ich hier sehr zu schätzen gelernt habe! Nach ein paar sehr angenehmen Tagen hier sind Alex und ich nach Pretoria aufgebrochen, wo wir die Weihnachtstage mit anderen internationalen Freiwilligen einer Pflegestation für befreite Affen aus Versuchslaborenbei an die 30 Grad und ohne einen Funken Weihnachtsstimmung gefeiert haben. Lustig war's aber!

Kurz vor Silvester ging es dann endlich ans Meer nach Durban, wo uns ein weiterer Kulturschock bevorstand. Das Apartment in dem wir gewohnt haben war in einer Gegend, die hauptsächlich von Muslimen und Indern bewohnt war, weshalb wir mehrmals am Tag in den Genuss des Muezzin-Rufs gekommen sind und sogar einen Gebetsteppich zur Verfügung hatten. An Silvester selbst sind wir zum etwas außerhalb gelegenen Ballito-Beach gefahren, wo eine riesige Straßenparty stattfand – Regen inklusive. Trotzdem war es eines der schönsten und außergewöhnlichsten Silvesterfeiern, die ich je erlebt habe! Ich bin jetzt schon so viele Monate hier, dass ich mir manchmal wieder ins Gedächnis rufen muss, dass ich gerade in Südafrika bin und die unglaubliche Chance habe herumzureisen und das Land zu genießen – mit gerade mal 19. Nach ein paar weiteren schönen Tagen in Durban sind wir wieder nach Joburg gefahren und ich habe zum Abschluß der Ferien 2 Wochen bei einem südafrikanischen Freund verbracht, und mit ihm und den Freiwilligen aus Johannesburg und Umgebung meinen 20. Geburtstag gefeiert.

Seit gestern bin ich jetzt wieder in Lebowakgomo und auch wenn ich es nicht gedacht hätte: Ich habe es vermisst! Es ist so ruhig und unhektisch im Vergleich zu den südafrikanischen Großstädten und die Freunde, die ich hier habe findet man auch nicht überall!

Fazit: Mir geht es gut, ich freue mich auf den Besuch von meiner Familie in den nächsten Ferien und ich bin leider dick geworden (meine Schlüsselbeine sind unter dem Fett nicht mehr zu sehen und ich habe selbst wenn ich normal gucke ein Doppelkinn..), weshalb ab morgen mein Sportprogramm wieder aufgenommen wird!

 

Liebe und wie immer glühendheiße Grüße nach Deutschland!

 

PS: Fotos folgen morgen.

Dorfleben

24Nov2014

Mehr als ein Viertel meines Jahres habe ich jetzt schon hier verbracht und langsam beginne ich mich hier heimisch zu fühlen. Ich kenne mich fast überall (zumindest in Zone A,S und F) aus und nutze das auch. Mittlerweile habe ich hier meinen Alltagsrythmus gefunden und bin mehr als froh darüber!

Um aber erstmal auf die aktuelle Situation einzugehen: Ich wohne immernoch in Zone S bei derselben Gastmutter und werde hier so wie es aussieht auch für den Rest des Jahres wohnen bleiben. Wir haben unsere Streitpunkte so gut es geht besprochen und sie akzeptiert, dass ich meine Freizeit gerne selbst gestalten möchte und nicht jeden Tag von mittags bis abends in der Kirche sein will. Auch wenn ich zwischenzeitlich nichts lieber wollte, als hier so schnell wie möglich weg, ist es vielleicht ganz gut so. Die Vorstellung sich irgendwo anders ganz neu einzuleben und alles zurückzulassen, was ich mir hier schon aufgebaut und was ich kennengelernt habe, ist eher abschreckend.

In meinem Projekt läuft es mittlerweile auch gut, ich kann mich nicht über zu viel Arbeit beschweren, auch wenn das Arbeitspensum von Tag zu Tag komplett unterschiedlich ist.. Generell kopiere, tackere und tippe ich meistens, bekomme viele Pausen (bis zu 4 von 5 Stunden am Tag) angeordnet und ab und zu beschäftige ich auch mal einen ganzen Tag eine der unteren Klassen. Auch das ist etwas was wesentlich besser klappt als am Anfang, was daran liegen könnte, dass ich keine Scheu mehr habe rumzuschreien wie eine Irre, damit die Kinder mir zuhören.

Die Reaktionen der Leute auf der Straße, im Taxi, in der Mall sind immer noch mal freundlich und mal komplett daneben.. Meine Sepedi-Kenntnisse machen gute Fortschritte und ich grüße mit 'Thobela, le kae?' (Hallo, wie geht's?), was viele Menschen hier zu begeistern scheint. Einige Leute vor allem in Zone A und S reden konsequent Sepedi mit mir, nur weil ich einmal etwas verstanden habe, was sie zu mir auf Sepedi gesagt haben..

Dann gibt es auch immer noch die Leute, die mich fragen, warum ich ihnen kein Essen kaufe oder die mir in die Tasche greifen wollen (heute noch passiert vor der Mall).. Sowas stimmt mich immer noch traurig und meine Reaktionen auf sowas sind mittlerweile bestimmt, unfreundlich und abweisend, weil es inzwischen einfach zu oft vorgekommen ist.

Leider habe ich mittlerweile das einsehen müssen, was uns Freiwilligen 1000000 mal zuvor gesagt wurde: Südafrikanisches Essen macht dick. Ich esse zweimal täglich Pap mit Beilage und ich habe bestimmt schon 6-8 Kilo zugenommen (haben leider/zum Glück keine Waage im Haus). Nach den Ferien versuche ich mal wieder Sport zu machen!

Auch wenn ich mich nach den fast 100 Tagen in Lebowakgomo wie gesagt gut hier auskenne, heißt dass nicht das mich nicht immer wieder Sachen überraschen.. Wie zum Beispiel die Affen, die sich letztens im Garten eines Freundes spontan zu uns gesellt haben. Oder die Kuh, die mich in der Passage attackiert (oder umgestoßen) hat, weil ich versucht habe die Herde zu überholen. Oder die letzten Tage ohne Strom, wo wir im dunkeln baden und essen mussten..

 

Alles in allem ist es nicht das Paradies hier (was ich auch nie erwartet habe) aber es wird zumindest nicht langweilig!

 

Liebe Grüße von mir und den Affen und Kühen!

Die Kuhherde, die ich versucht habe zu überholen. :D  Nach dem Besuch beim Friseur (mit Wohlstandsbauch..) Essen bei Kerzenschein Schulessen: Papp, Kohl und Hühnerfüße Mein 'Unterricht' in Grade 1 Affen auf dem Dach Meine Lieblingspassage in Zone A Wanderung in den Bergen in Zone A Thabie und Dwe beim Klettern Meine Nachbarschaft Dwe, Zakes und Ich in den Bergen Wildnis um Lebowakgomo Deutsches Essen: Döner Spaziergang in Zone A Taxi Stand in Zone A Complex in Zone F Man glaubt es nicht, aber wir waren unterwegs zu einer Party.. :D Bless und Phele in Zone F

Erster Urlaub: Krüger Nationalpark!

24Nov2014

 

Der Urlaub in den Frühlingsferien (in Deutschland Herbstferien) im Oktober war bisher eins der schönsten Erlebnisse hier für mich! Es hat super gut getan die anderen Freiwilligen nach Monaten mal wieder zu sehen und sich austauschen zu können. Wir haben uns in Johannesburg getroffen und sind dann gemeinsam von dort aus nach Komatipoort gefahren, welches ein Örtchen am südlichsten Ende vom Krüger Nationalpark ist und haben uns dort bei einer Lodge mit zwei weiteren Freiwilligen getroffen (die von einem Grenzbeamten zur Lodge gebracht wurden, weil der Fernbusfahrer sie an der ca. 5 km entfernten Grenze zu Mosambik abgesetzt hat ). Die Lodge war außer von uns kaum besucht und super gemütlich, die Leute wahnsinnig gastfreundlich! Wir sind jeden der 3 Tage in den Nationalpark gefahren und sind fast allen der tierischen Attraktionen begegnet: Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen, Krokodile, Nilpferde, Nashörner, Strauße, Hyänen, Schildkröten, Leguane, und und und. Die Landschaft im Nationalpark ist unbeschreiblich, unendlich weit und je nach dem in welchem Teil man sich befindet bewaldet, steppenartig oder sogar regenwaldähnlich. Auch wenn es anstrengend sein konnte bei um die 40 Grad stundenlang das Gestrüpp nach Tieren abzusuchen, war es ein Erlebnis was ich nie vergessen werde! Die Nächsten Tage haben wir ganz im Norden vom Nationalpark im Punda Maria Rest Camp auf einem Zeltplatz verbracht, der neben einem Restaurant auch einen Pool hatte, was für mich schon eine Besonderheit war, weil es in Lebowakgomo nirgendwo eine Möglichkeit zum Schwimmen gibt..

Weitere 2 Nächte haben wir nahe Graskop beim Blyde River Canyon (drittgrößter Canyon DER WELT!!) verbracht. Die Landschaft rund um den Canyon ist ein Traum un d wir haben eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht, in dem wir dann spontan schwimmen waren, obwohl wir uns nicht ganz sicher waren was so unter der Wasseroberfläche sein könnte.

Leider hatten wir beim ersten Aufstieg zum berühmten Aussichtspunkt ‚God’s Window’ komplettes Pech und man konnte vor lauter Nebel die eigene Hand vor Augen nicht sehen, geschweige den irgendetwas vom Canyon.. Beim zweiten Versuch hatten wir mehr Glück und konnten beinahe die komplette Aussicht genießen! Es war wunderschön und der perfekte Abschluss des ersten Urlaubs in Südafrika!

Sarah, Louisa und Ich über den Wolken Ausblick von 'God's Window' Blyde River Canyon 1 Blyde River Canyon 2 Blyde River Canyon 3 Blyde River Canyon 4 Krüger Nationalpark 1 Dario, Magnus, Sarah und Louisa am Dreiländereck (Südafrika, Mosambik, Simbabwe) Affenbrotbaum Ausblick über den Nationalpark Elefanten! Krüger Nationalpark 2 Krüger Nationalpark 3 Krüger Nationalpark 4 Krüger Nationalpark 5 Krüger Nationalpark 6 Krüger Nationalpark 7 Sonnenuntergang in Soweto (Johannesburg) Auf der Ladefläche eine PickUps

Ein neues Zuhause

16Okt2014

 

 

Tag 56, heute ist genau ein Sechstel meiner Zeit hier vorbei und das ging, wie schon zuvor erwähnt, sowas von schnell. Und auch wenn ich es nicht gedacht hätte, fühle ich mich hier schon richtig heimisch und auch der Umgang mit den Menschen hier ist normaler geworden. Ich mache mir fast keine Gedanken mehr darüber, dass ich eigentlich so offensichtlich „nicht hier hin gehöre“. Die letzten Wochen waren ziemlich turbulent, mit unzähligen Tiefen und Höhen. Ich fange vorne an:

Wie ich bereits erwähnt hatte, habe ich mich unendlich darauf gefreut, dass am 17.9 endlich die zweite deutsche Freiwillige zu mir nach Lebowakgomo kommt, weil ich mir dachte, dass ein Jahr alleine hier echt hart wird.. Am Tag bevor Louisa anreisen sollte, bekamen sie und ich dann die überraschende Nachricht, dass sie hier keine Gastfamilie zur Verfügung hat und deshalb im 300km entfernten Soweto (Township von Johannesburg) untergebracht wird. Ich wusste überhaupt gar nicht damit umzugehen, weil ich soviel Hoffnungen daran geknüpft hatte, dass ich mich hier nicht alleine durchschlagen muss. Ich habe nach dieser Info sogar darüber nachgedacht, das Projekt hier abzubrechen und auch in ein anderes Projekt nach Johannesburg oder Kapstadt zu gehen. Das erste Mal habe ich mich richtig verlassen und weit weg von allem gefühlt. Mittags habe ich mich mit meinem südafrikanischen besten Freund Phele im Park getroffen und er hat mir gesagt, dass er es schade finden würde, wenn ich gehe. Und je mehr ich darüber nachgedacht habe desto klarer ist mir geworden, dass ich nicht so einfach aufgeben will und dass ich es schon einen Monat alleine geschafft habe. Und ich bin auch immer noch stolz auf diese Entscheidung.

Seit dem Tag an, habe ich jeden Tag was mit meinen Freunden unternommen. Die meisten von ihnen sind Musiker und ich habe mit ihnen auch letztens die Premiere ihres neuen Musikvideos gefeiert. Link: www.youtube.com/watch?v=ExKpkEseI04

Vor 2 Wochen bekam ich nach ewigem Nachhaken dann auch endlich Bescheid, dass mein Umzug zu meiner eigentlichen Gastmutter bevorsteht und ich habe mich unendlich gefreut. Leider ist auch das nicht problemlos abgelaufen, im Gegenteil. Nachdem mich die AFS-Koordinatorin der Gegend bei meiner bisherigen Familie in Zone F abgeholt hat und mir im Auto einen Vortrag darüber gehalten hat, wie ich mich bitte zu verhalten habe und dass ich unmöglich mit mehreren Jungs unterwegs sein darf, kamen wir bei Anbruch der Dunkelheit beim Haus meiner neuen Gastmutter in Zone S an. Nach einer kurzen Begrüßung, stellte sich heraus, dass diese mich jedoch gar nicht aufnehmen kann. Mir wurde dann gesagt, dass AFS angeblich schon auf der Suche nach einem neuen Projekt und einer neuen Familie irgendwo anders ist und dass ich mir auch gerne selbst eine Bleibe suchen kann, wenn ich hier bleiben will. Ich war komplett sprachlos, vor allem als ich den Grund erfuhr, warum ich nicht bleiben kann: Die Frau, in deren Haus ich gelassen wurde, hat zwar schon vorher zwei Deutsche Freiwillige beherbergt, aber nun ihren Job verloren und daher überhaupt kein Geld für Essen, schon gar nicht für 2 Personen. Also saß ich da in meinem neuen „vorübergehenden“ Haus mit Wellblechdach, zeigefingergroßen Kakerlaken im Bett, kaputter Toilette, leerem Kühlschrank und kaltem Wasser und wusste nicht weiter.. Weil mir aber eh nichts anderes übrig blieb, als erstmal dort eine Nacht darüber zu schlafen, tat ich das. Mit Mama Edna, so heißt meiner neue Gastmutter, habe ich mich jedoch auf Anhieb super gut verstanden, und sie meinte, dass ich gerne bleiben kann, wenn ich mich wohl fühle und wir von meiner Organisation Essensgeld bekommen. Auch wenn die Umstände hier komplett anders sind als in dem Haus in Zone F und erstrecht als in Deutschland, beschloss ich zu bleiben, wenn ich es hinbekomme finanzielle Unterstützung zu organisieren, wo ich auch leider bis dato noch hinterher bin..

Die ersten Tage hat das Zusammenleben einwandfrei funktioniert, ich bin morgens in die Schule gegangen und sie zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Krankenhaus. Mittags bis abends ist sie in die Kirche gegangen und ich in die benachbarte Zone A, wo es einen Friseursalon mit Hinterhof gibt, wo immer Leute sind, die ich kenne. Sogar Phele kommt fast täglich aus Zone F . Abends zuhause essen wir dann gemeinsam und gehen schlafen.

Eigentlich lief also alles gut, wäre ich nicht nach ein paar Tagen schon wieder krank geworden.. Ich hatte fast 40 Fieber, Schüttelfrost und Magenkrämpfe und hab nur im Bett gelegen. Das Problem war, dass meine Gastmutter kein Geld hatte um mir Medikamente zu besorgen und ich für Bargeld erstmal zum Geldautomaten in Zone A hätte gehen müssen, was ich in meiner Verfassung auf keinen Fall geschafft hätte. Also hab ich einfach nur geschlafen und gehofft, dass es besser wird. Am dritten Tag dachte ich, dass ich es zum 30 Minuten entfernten Geldautomaten schaffen kann, was ein Fehler war.. Glücklicherweise habe ich kurz beim Salon gehalten, wo Phele und Thato sich bereit erklärten mit mir zum Geldautomaten zu gehen. Auf halbem Weg hat mein Kreislauf sich dann aber entschieden mal kurz eine Pause einzulegen und mich im Stich zu lassen. Ich konnte weder stehen, noch sehen oder hören und habe auch immer noch keine richtige Erinnerung an das was dann passiert ist. Thato ist sofort losgerannt und hat ein Auto von irgendwelchen Frauen organisiert, in das ich gesetzt wurde und wir sind zum Arzt gefahren. Dort angekommen, haben Phele und Thato alles für mich geregelt und erklärt und ich wurde untersucht, wie beim letzten Mal ohne Ergebnis. Nach dem Untersuchen trat dann das nächste Problem auf: Ich hatte immer noch kein Bargeld und in Südafrika muss man den Arzt direkt mit Bargeld bezahlen; man darf also ohne Geld nicht zum Arzt gehen. Ich musste also dort sitzen bleiben und warten bis Thato 250 Rand (16€) von Freunden organisiert hat und ich nach Hause gefahren werden konnte. Ich war nie zuvor so dankbar, dass ich bereits Freunde gefunden habe und will mir gar nicht vorstellen, wie das ganze abgelaufen wäre, wenn ich alleine unterwegs gewesen wäre. Am nächsten Tag bin ich mit Thato noch einmal zum Arzt gegangen, der aber wie am Tag zuvor auf meine Bedenken, dass es Malaria sein könnte nicht eingegangen ist. Wie jeder andere hier besteht er darauf, dass es das hier nicht gibt und wollte auch keinen Test machen. Mehrere Leute haben mir jedoch gesagt, dass es das Wasser in Zone S sein kann, was das ausgelöst hat, weshalb ich mein Wasser jetzt vorher abkoche, bevor ich es trinken kann.

Vom 4.10. bis zum 12.10. war ich dann mit 4 anderen deutschen Freiwilligen im Urlaub, wovon ich morgen separat berichten werden (mit Fotos).

Nach meiner Rückkehr schien alles so entspannt, wie ich es verlassen habe.. Bis ich gestern Abend das erste mal mit Mama Edna in ihre Kirche gegangen bin, welche sich „Universal Church Of The Kingdom Of God“ nennt und in der in englisch gepredigt wird. Ich habe ja einiges von der als so lebhaft und laut beschriebenen afrikanischen Kirche erwartet, aber das hat es um Längen übertroffen: Der Priester hat grob gesagt versucht uns von Krankheiten, Dämonen und dem Teufel zu befreien, was sich so gestaltet hat, dass wir alle mit Traubensaft (dem Blut Jesu) ‚gewaschen’ wurden und dann mit geschlossenen Augen und erhobenen Händen ewig dieselben Sätze gerufen haben: „Jesus, set your fire!“, „Burn it down!“ „Come out, demons!“, „In the name of Jesus!“, etc.

Irgendwann sind mehrere Frauen einfach ohnmächtig umgefallen, was nicht unnormal zu sein schien. Der Priester ist während dem Geschreie herumgegangen und hat einigen Leuten (mir natürlich auch) die Hand auf dem Kopf gedrückt und dem Teufel befohlen, den Körper zu verlassen. Bei einer Frau vor mir hat das dazu geführt dass sie wie in Trance losgerannt ist und von Helfern festgehalten und nach vorne gebracht wurde. Sie hat geschrieen und geweint und der Priester hat mit noch mehr Geschrei und mit Hilfe der Gemeinde versucht, den Teufel herauszuholen. Die Frau hat gestanden ein Baby getötet und gegessen zu haben und dass der Teufel ihr befiehlt das weiterhin zu tun. Außer mir fand das irgendwie keiner der anderen Leute da beängstigend und seltsam, aber ich habe beschlossen mir das nicht noch mal anzugucken. Leider ist meine Gastmutter der Überzeugung, dass ich jeden Tag dorthin gehen soll, damit ich keine Langeweile bekomme und nicht mit „komischen Leuten rumhänge“. Aber jedes Fass läuft irgendwann über, und so gut ich mich auch hier eingelebt habe, gibt es Sachen an denen ich einfach nicht teilhaben möchte; Kultur hin oder her. Ich denke also, dass auf mich auf jeden Fall noch etwas Überzeugungsarbeit zu kommt, aber das ist nichts was ich nicht schaffen kann! (:

Herzliche Grüße an alle daheim und bis morgen!

Neues aus Lebowakgomo

16Sept2014

Tag 27 in Südafrika.. die Zeit vergeht so schnell, und ich bin so erleichtert, dass ich mich kein bisschen mehr langweile! Seit dem letzten Eintrag ist auf jeden Fall einiges passiert.

Vor 2 Wochen Mittwoch, habe ich ohne es zu wissen Hühncheninnereien gegessen und das hat mich dann leider um 2 Uhr nachts mit Magenkrämpfen und Fieber ins Hospital von Lebowakgomo gebracht. Zumindest waren sich alle in meiner Familie ziemlich sicher, dass die Innereien der Auslöser sind. Ich hatte alle möglichen Krankheiten, wie Ebola und Malaria im Kopf.. Im Krankenhaus wurde mir Blut abgenommen und Fieber gemessen und dann habe ich ewig mit einer Infusion auf einem Bett gelegen, kein Wort verstanden und wollte einfach nur nach Hause! Außer mir war kaum jemand in dem Raum, in dem ca. 10 durch Vorhänge getrennte Betten standen und es war totenstill. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich laufen kann, und weil ich mir nicht so sicher war und mein Kreislauf überhaupt nichts mehr wollte, wurde ich mit einem Rollstuhl zum Röntgen gefahren. Nach ein paar weiteren Stunden im Bett, wurde mir gesagt dass die Bluttests und das Röntgen nichts ergeben haben und ich meine Medikamente (wogegen auch immer) um 8 abholen kann. Das hat meine Gastmutter zum Glückfür mich gemacht und ich habe den folgenden Donnerstag und Freitag plus Wochenende zuhause im Bett verbracht. Die Medikamente habe ich überhaupt nicht genommen, weil 1 keine Packungsbeilage hatte und ich bei den anderen kein Wort verstanden habe. Habe aber auch ohne überlebt

In der Schule läuft es im Moment fast perfekt. Ich habe einen Stundenplan bekommen, nachdem ich in der Vorschulklasse und Klasse 1-3 assistiere.. Assistieren heißt je nach Tag und Anwesenheit der Lehrer entweder komplett alleine unterrichten oder den ganzen Tag neben der Lehrerin sitzen und zugucken. Da ein Schultag sowieso nur von 8 bis höchstens 14 Uhr (ab und an nur bis 10) geht und von 10 bis 11 (oder 12, je nach Laune) Pause ist, überarbeite ich mich auf jeden Fall nicht. Zuerst war ich komplett unbegeistert, dass ich nur in den niedrigeren Klassen helfen soll. Vor allem weil ich direkt am ersten Tag in der Vorschulklasse alleine war, und die Kinder, die kein Wort Englisch können, beschäftigen sollte. Außer Spielen auf dem Sportplatz ist mir da nicht so viel eingefallen, aber das ist eh alles `“Sharp Sharp“ (Super!). Das Problem mit den Kindern ist leider, dass die Lehrer hier super streng sind und ich als nette, verständnisvolle und pädagogisch korrekt handelnde 'Lehrerin' überhaupt nicht weit komme.. Unterricht (zum Beispiel in Klasse 1) funktioniert nur mit EEEEEEYYYYYY-Brüllen oder irgendwo gegen schlagen, damit einem überhaupt zugehört wird. Auch darf man keinen Moment Unklarheit darüber aufkommen lassen, was als nächstes passiert, weil dann schon wieder die Hälfte der Klasse auf dem Tisch steht oder Kämpfe austrägt. Wenn man es geschafft zu erklären, was gemacht werden soll, klappt das aber dann ganz gut und die meisten Kinder sind stolz einem zu zeigen, was sie schon können.

In den Pausen gibt es grundsätzlich Pap (Maisbrei) und Bohnen, was ich fast nicht mehr sehen kann.. Ich freue mich erstaunlicherweise mittlerweile über jeden Tag an dem es Kohl gibt. Manchmal mache ich den Fehler, den anderen Lehrern auf die Frage ob ich Hunger habe mit „Ja!“ zu antworten und bekomme dann Fleisch von den Läden an der Straße mitgebracht.. Ein Beispiel ist in den Fotos..

Nach der Schule fahre ich oft alleine nach Hause, heißt mit dem Minibustaxi von der Schule in Zone A zur Mall in Zone F und dann 10 min Fußweg. Die Minibustaxis sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier und sind weiße kleine Busse mit 12 Sitzen, auf denen ab und an auch mal mehr Leute sitzen. Obwohl es keine Haltestellen im Township gibt (außer große Anlaufpunkte wie die Mall) klappt das besser als gedacht. Im Prinzip stellt man sich irgendwo an die Straße, hält den Finger in die Luft (Zeichen für: Ich will in die Stadt; in diesem Fall ist Zone F gemeint) und nach ein paar Minuten hält ein Minibus neben einem, der dorthin fährt. Eine Fahrt kostet 0,50 ct egal wohin man innerhalb des Townships fährt.

Meistens gehe ich nach der Schule noch in die Mall und kaufe irgendwas für den Kühlschrank zuhause oder Anziehsachen. Mittlerweile bin ich ein bisschen daran gewöhnt, dass es anscheinend nicht möglich ist normal in die Mall zu gehen und habe auch die Hoffnung aufgegeben, dass sich die Leute in Lebowakgomo an mich gewöhnen. Egal, was ich tue, sei es zum zweiten Mal in 2 Wochen etwas zu Anziehen kaufen oder einfach nur eine Flasche Wasser, irgendjemand wird es kommentieren („Why do you have so much money? It’s the second time you buy clothes here!“). Auch auf der Straße ist es immer noch DAS Thema, wenn ich vorbei laufe. Manche Leute nehmen einfach meine Hand und versuchen mich zu beruhigen, weil sie denken ich habe mich verlaufen; andere nehmen mir mein Essen aus der Hand, wieder andere (vor allem Kinder) laufen mir einfach kilometerweit hinterher.. Aber bedrohlich ist das alles nicht und mittlerweile habe ich nicht mehr das geringste Problem damit den Leuten zu sagen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen, ich mich nicht verlaufen habe, keine Hilfe brauche und mein Essen bitte wiederhaben möchte.

Das sind einige der negativen und nervigen Seiten, des Lebens hier.Im Grunde genommen genieße ich aber gerade die Freiheit, alleine unterwegs sein zu können und mich auszukennen. Was mich außerdem mehr als glücklich macht, sind meine neuen Freunde hier. Vor allem mit einem, Pheletso, habe ich die ganzen letzten Tage verbracht und er und seine „Crew“ sind jeden Nachmittag im Park vor meiner Haustür zu finden, wo ich ihn auch kennen gelernt habe. Wir verstehen uns seit Tag 1 so gut, und fast jeden Nachmittag seitdem treffen wir uns auf meinem Rückweg von der Schule und setzen uns in den Park oder gehen was essen. Auch meiner Gastmutter habe ich ihn schon vorgestellt (auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin) und er ist offiziell akzeptiert, wohl auch weil meine Gastgeschwister ihn kennen. Ich fühle mich seitdem ich einem Kreis von Leuten angehöre, als wäre ich endlich richtig hier angekommen und stelle fest, dass sich meine Freizeit und vor allem die Art Menschen mit denen ich mich hier so gut verstehe, kaum von der in Deutschland unterscheidet. (:

Viele sommerliche, 30-35 Grad warme Grüße nach Deutschland.

Fotos Teil 2

16Sept2014

Wilde Esel auf dem Schulweg Die 'Läden' neben der Mall Die 'Läden' neben der Mall 2 Pap und Bohnensuppe Südafrikanische Delikatessen Mein Unterricht :D Im Krankenhaus

Fotos :-)

05Sept2014

Südafrikanisches Geld (15 Rand = 1€) Landschaft vor meinem Haus am Morgen Der Busch direkt vor der Haustür Typisches Essen Kleines Buschfeuer am Straßenrand Die brandneue Mall in Zone F Die Schulküche Straße zu meinem Arbeitsplatz (Zone A) Der Zoo in Johannesburg Schulkinder meiner Grundschule Limpopo Province Limpopo Province (2)

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